Portraitgeschichten
Geschichten von Menschen und
die Entstehung Ihrer Portraits


Albrecht Weinberg
geboren 7. März 1925 in Rhauderfehn. Gestorben 12. Mai 2026 in Leer
Mensch, Sohn, Bruder, Freund, Ehrenbürger,
Überlebender der Shoah und Jahrhundert-Zeitzeuge.
Portraitgeschichte I
Portrait 1 Albrecht Weinberg 2025
Portrait 2 Albrecht Weinberg 2026

Das Portrait von Albrecht Weinberg
im Rathaus in Leer.
Redebeitrag
zum 100. Geburtstag von
Albrecht Weinberg 2025
ALBRECHT WEINBERG
Ab 3. September im Kino !
ALBRECHT WEINBERG -
Es ist immer in meinem Kopf


geboren am 10.1.1968 in bregenz, österreich
gestorben am 14.7. 2017 in hohenems, österreich
„Reiß aus der Glut mich und von ihr getrennt muss an das Lebens Bächen ich verderben. Ich nähr' mich nur von dem was glüht und brennt und leb' von dem, wovon die anderen sterben.“
Michelangelo
Dieses Zitat von Michelangelo hatte sich Siggi tätowieren lassen.
Es sagt viel über Sie aus, so wie ich sie kennen lernen durfte. Sie brannte und glühte für Ihre Kunst.
Ihr Leben selbst war ein Kunstwerk, doch leider viel zu kurz, da sie gerade mal 49 Jahre alt wurde. Dafür lebte Sie intensiv, voller Leidenschaft und Hingabe.
Sie hatte eine unfassbar große Wahrnehmung und spürte, sah Dinge, auch im Zwischenmenschlichen, was Sie zu einer großen Bereicherung machte, für Jede/n der Ihr begegnete.
Den ersten Kontakt mit Siggi hatte ich 2012. Wir schrieben uns immer wieder Briefe. 2014 war ich Teil der Gruppenausstellung im Kunstraum – 65-b von der Sie die Inhaberin war.
Unser Kontakt wurde intensiver, Telefonate Briefe.
Dann in 2016, ich war auf dem Schiff der Eos in Italien, kam ihr Anruf und Sie berichtete mir von Ihrer Krebsdiagnose. Sofort überlegten wir, wie wir unseren Kontakt noch intensivieren können um mehr Zeit miteinander zu verbringen. Es folgten dann immer wieder Reisen zu Ihr nach Vorarlberg.
2016 lernte ich ihre beste Freundin Andrea Fritz-Pinggera kennen; wir sind bis heute, über Siggis Tod hinaus miteinander verbunden.
Es folgte eine Zeit mit Siggi in der wir noch Ausflüge zusammen machen konnten. Wir waren zusammen auf dem Säntis oder gingen am Bodensee spazieren. Und dann die langen nächtlichen Gespräche in Ihrem wunderschönen Wohnatelier.
Siggi hatte bis zuletzt noch Hoffnung, Pläne und Träume.
So wollte Sie sich ein Haus in Italien kaufen, sie wollte mit ihren geliebten Motorrädern, eine davon war eine Ducati, am Stilfser Joch entlang fahren. Sie wollte neue Bilder malen, sie wollte noch mehr lieben.
Die von mir gezeichneten Portraits von Siggi entstanden nach Ihrem Tod. Die Trauer und das schmerzliche Vermissen von Ihr trieben mich an die Staffelei. Sie zu zeichnen war immer auch ein Abschied nehmen, gefüllt von dankbarer Erinnerung und stiller Gespräche mit Ihr.
- Portraitgeschichte II
Sigrid Hutter
Mensch, Frau, Tochter, frauenliebende Frau, Künstlerin, Freundin, Selbstständige, Aktivistin für die Rechte homosexueller Menschen in Österreich, Bergsteigerin, Liebhaberin von Motorrädern, Träumende, Fragende, Suchende, Reisende, die mit dem Gespür für das Leben im Leben und an seinen Rändern und so viel mehr...


„Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume,
ich bin in Euch und geh‘ durch Eure Träume.“ Michelangelo
Michelangelo

Portraitgeschichten
I Sigrid Hutter
II Albrecht Weinberg




