
Andrea Fritz-Pinggera
Journalistin wortwerk.cc
Seelenblickerin Angelika Carmen Westphal
Ich durfte Angelika Carmen Westphal und ihr Werk 2016 über die mittlerweile verstorbene österreichische Künstlerin Sigrid Hutter persönlich kennenlernen. Die allzufrüh verstorbene Österreicherin Sigrid Hutter war Inhaberin der Galerie kunstraum-65-b. Dort wurden die Werke von Angelika Carmen Westphal bereits 2014 in einer Gruppenausstellung gezeigt. Ich habe den Menschen, die Persönlichkeit, wie die Künstlerin Angelika Carmen Westphal seitdem enorm schätzen und ihr Werk besser kennengelernt. Ihr Oeuvre hat sich in den vergangenen Jahren faszinierend erweitert. So entstanden und entstehen immer mehr lebendige Porträts in Graphit, Kohle, Tusche, Aquarell, Moorlauge, Pastell, Kreide... facettenreich festgehalten.
Eine der besonderen Eigenschaften der Porträtistin ist es, schnell und mit eigener Perspektive Themen zu durchdringen und sie in ihre Arbeiten einfließen zu lassen. Bemerkenswert ist auch Angelika Carmen Westphals Fähigkeit, spielerisch mit Worten sowie Bildern zu jonglieren. Dort, wo sie eigene Worte und Begrifflichkeiten für eine Thematik findet, hat sie eigene Bilder parat und umgekehrt.
Experimentierfreude und Entwicklungsfähigkeit zeichnen die Kunst von Angelika Carmen Westphal ebenfalls aus. Ihre „Seelenblicke“ beeindruckten mich dabei besonders. Sinnliche und geistige Spuren verwebt sie in ihren Portraits zu gezeichneten Charakterstudien. Angelika Carmen Westphal „sieht“ in die Menschen hinein und gibt es wieder: Erhaben oder in sich gekehrt, freudig bewegt oder ruhend. Ihre Personenporträts widerspiegeln den Mut einer Frau, das Selbstbewusstsein eines jungen Mannes, die scheinbar seit Äonen von Jahren vorhandene Erfahrung eines älteren Charakterkopfs, die kindliche Neugierde oder schüchterne Zaghaftigkeit eines jungen Mädchens...
Der Blick auf kleine Dinge wird groß.
Herzlichst vom Bodensee
Andrea Fritz-Pinggera
19.02.2020

Referenzschreiben
für Angelika Carmen Westphal
Mit feiner Stift- und Pinselführung die Seele erkunden
…….und das in Zeiten der täglichen Selfies mit VerschönerungsApp!
Geht das? Was macht den Unterschied?
Sich portraitieren zu lassen ist eine Herausforderung, nicht alleine für den Künstler.
Steht man sich nach Vollendung des Bildes seinem eigenen SELBST gegenüber,
wird man von einer Flut von Emotionen überwältigt.
Erschaffen aus analogen Materialien wie Farbe, Stift, Pinsel und Leinwand, erfährt der Betrachter
die Wertigkeit des Gemäldes.
Keine schnelllebige Wegwerfkunst des Bites- und Byteszeitalter, sondern auf Leinwand und Papier
fixierte Individualität.
Angelika Carmen Westphal schafft dies schon seit langem hervorragend,
schaut man sich die umfangreiche Reihe ihrer Arbeiten an.
Es ist spannend, sich den Fragen und Antworten beim Betrachten des eigenen Portraits zu stellen……..
………..man sollte sich unbedingt trauen!!
26.11.2019
Petra und Martin Krapohl
Kirchfeldstraße 33
40217 Düsseldorf

Referenzschreiben
für Angelika Carmen Westphal
Noch immer hängen sie bei mir an der wand: die drei bilder des triptychons „myshelle“. Und
wenn gäste kommen, sind sie ein blickfang: wow, bist du das, ist meist die erste frage. Und
die zweite: wer hat das gemalt?
Eine malerin aus norddeutschland, antworte ich jeweils, angelika carmen westphal.
Für mich sind’s mehr als einfach gemalte „bilder“. Es sind interpretationen, neuschöpfungen,
oder vielleicht seelenbilder. Erschaffen von einer lichternen, durchlässigen seele. Expressiv in
der farbwahl wie im pinselstrich. Kreationen, die nur jemand erschaffen kann, die sich auf ihr
gegenüber einlässt. Das ist mehr als empathie, eher eine frage der schwingungen, der
synergien, der intersubjektivität. Ein zustand, der mit „kunst“ nur ungenau umschrieben ist -
diese übersteigt.
Zürich, im November 2019
Myshelle Baeriswyl
Dr. phil. Psychologin & Sexualpädagogin

André Marc Schneider
Schauspieler, Autor
Berlin
Referenz
für Angelika Carmen Westphal
"Von Carmen gemalt zu werden, das war eine sehr emotionale Erfahrung.
Sie hatte in ihrem Portrait von mir mehr erfasst, als das bloße Auge zu sehen vermag. Es war, als würde sie
mich mit dem Herzen einfangen und meiner Seele Konturen verleihen. Ich war tief bewegt, als ich das Bild zum ersten Mal sah.
Und es machte mich sehr, sehr stolz, dass sie mir erlaubte, es als Cover für mein letztes Buch
„Sie7en“ zu verwenden."
André Marc Schneider
29.11.2019